copyright by Andrea Mora
title: Bernhard (2002)
digital painting, 118,8 * 84 cm

Der Frühling ist dein Totenbett.
In die Münder schäumender Büsche
kehrst du zurück.
Von deinen Kindern bleibt dir kein Weinen
und von den Männern kein Schatten
im widerspenstigen Haar.
Das Licht zieht deine Lüge durch die Felder,
die Spuren wilder Verzweiflung
schwärzen dein Gesicht
das auf einer häßlichen Wolke
aus Leinwand liegt.
Viele Wälder zerfielen zu Asche
unter dem Feuer deiner zornigen Seele.
(Unter dem Eisen des Mondes)


Kein Baum und kein Himmel
wird dich trösten,
auch nicht das Mühlrad
hinter dem Krachen des Tannenholzes,
kein sterbender Vogel,
nicht die Eule und nicht das rasende Rebhuhn,

zurück ist es weit,

dich wird kein Strauch mehr schützen
vor kalten Sternen
und blutigen Zweigen,
kein Baum und kein Himmel
wird dich trösten,
in den Kronen zerborstener Winter
wächst dein Tod
mit steifen Fingern
fern von Gras und Wildnis
in die Sprüche des frisch gefallenen Schnees.
(Unter dem Eisen des Mondes)